Andrés García / Dirigent und Chorleiter
|
Andrés García ist seit 2010 künstlerischer Leiter des wu chor wien – dem Chor der Wirtschaftsuniversität Wien – und seit September 2024 des Jugendchors der Wiener Volksoper.
Seit der Saison 2025/26 steht er regelmäßig als Gastdirigent der Chorvereinigung St. Augustin in der Jesuitenkirche in Wien (Universitätskirche) sowie des Orchestervereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
Für die Saison 2023/24 war er als Chordirektor des Sommerfestivals „Offene Grenzen“ in Retz (NÖ) tätig. Ebenfalls 2023 wurde er als Co-Künstlerischer Leiter und Juror des Internationalen Franz-Schubert-Chorwettbewerbs und -Festivals in Wien verpflichtet. |
|
|
|
Zwischen 2009 und 2025 leitete er den Neuen Madrigalchor. Zudem war er von 2012 bis 2025 als Wiener Landeschorleiter und Vizepräsident des ChorForums Wien tätig. In dieser Funktion hat er zahlreiche musikalische Projekte ins Leben gerufen und geleitet, darunter die Konzertreihe Wien singt, in der bedeutende chorsinfonische sakrale Werke aufgeführt werden, und Vienna Cantat, eine Reihe, in der regelmäßig Werke zeitgenössischer Komponisten in Auftrag gegeben und uraufgeführt werden.
Orchesterdirigate und Chorleitung bilden die Fundamente seines vielseitigen Schaffens. So stand er folgenden Orchestern als Gastdirigent vor: Slowakische Philharmonie (Slowakei), Philharmoniker Bogotá (Kolumbien), State Opera Orchestra Plovdiv (Bulgarien), Schloss Schönbrunn Orchester, CRR Orchester Istanbul (Türkei), Yucatán Symphonieorchester (Mexico), Concilium musicum Wien, L’Orfeo Viennese Orchester, Symphonieorchester EAFIT (Kolumbien), Chor und Orchester der Augustinerkirche Wien, Beethoven Philharmonie, TU-Orchester Wien, Wiener Tonkunstvereinigung, Akademisches Symphonie Orchester Wien u.a.
Zu den Höhepunkten seines künstlerischen Schaffens gehören Opern- und Musiktheaterproduktionen wie u.a. „La voix humaine“ (Poulenc), „Il matrimonio segreto“ (Haydn), „Die Zauberflöte“, „Cosi fan tutte“ (Mozart), „La Serva Padrona“ (Pergolesi) und „Dido and Aeneas“ (Purcell) sowie die Leitung und Einstudierung bedeutender Werke des sakralen Repertoires von Messen und Oratorien für Chor und Orchester, darunter der „Elias“ von Mendelssohn, die „Große Messe in c-Moll“ und das „Requiem“ von Mozart, „Ein deutsches Requiem“ von Brahms, die „Missa solemnis“ von Beethoven, die „Messa da Requiem“ von Verdi und die „Matthäus-Passion“ von Bach, um nur einige zu nennen.
Zwischen 2018 und 2020 dirigierte er regelmäßig im Wiener Musikverein die Beethoven Philharmonie im Rahmen der inzwischen nicht mehr fortgeführten Konzertreihe KlassiX, mit der Kindern der 5. bis 8. Schulstufe klassische Musik nähergebracht wurde. Der „Weitergabe des Feuers“ hat er sich auch als Referent und Dozent für Dirigieren und Chorleitung bei Chorwochen und Seminaren in Europa und Lateinamerika verschrieben.
Andrés García ist ebenfalls bei internationalen Festivals als Gastjuror tätig, unter anderem bei „Venezia in Musica“ (Italien), Ave Verum (Baden), „Voices of Spirit“ (Graz) und dem „Festival of Songs Olomouc“ (Tschechische Republik).
Das Sprechtheater zählt auch zu seinem Wirkungsfeld: u.a. zeichnete er für Vokalarrangement und Einstudierung mit Schauspieler*innen für „Der diskrete Charme der smarten Menschen“ (Nestroy-Preis 2014) und „Keine Angst. Eine Heimgartenrevue“ (Volkstheater Wien, 2017), „Begehren“ (Kosmos Theater, 2018), „Ein Kätchen.Traum“ (das TAG, 2017), „In einem Jahr mit 13 Monden“ (das TAG, 2015), „Wie im Himmel“ (Theaterfabrik Helfenberg OÖ, 2016) verantwortlich.
Die Konzerte, die er musikalisch, konzeptionell und organisatorisch verantwortet, tragen seine Handschrift. Sie zeigt sich im Bestreben, die musikalische und dramaturgische Vision gemeinsam mit den Musikschaffenden zu verwirklichen. Es gilt zu gestalten, wo es der Form bedarf, und geschehen zu lassen, wo die Freiheit des Ausdrucks zur künstlerischen Entfaltung führt.
Im Jahr 1978 geboren, wurde er in seiner Heimat Kolumbien als Dirigent ausgebildet. Dank seiner akademischen Leistungen erhielt er 2001 neben anderen Auszeichnungen das Stipendium der „MAZDA Foundation for Art and Science“, das an die acht besten Musikstudenten des Landes vergeben wird. Im Jahr 2002 nahm er an der MUK (Musik- und Kunst-Privatuniversität der Stadt Wien) seine weiterführenden Studien bei Georg Mark auf. Parallel dazu absolvierte er das postgraduale Studium in Chorleitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Johannes Prinz, den er auch vielfach zwischen 2008 und 2013 als Assistent beim Wiener Singverein unterstützte, zuletzt bei den Salzburger Pfingstfestspielen in einer Produktion unter der Leitung von Daniel Barenboim.
Andrés García lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Wien. |
||

